Versorgung auf ärztliche Verordnung
Beckenboden und Inkontinenz: Therapiegeräte auf Rezept
Etwa jede siebte Frau und jeder zehnte Mann in Deutschland ist von einer Harninkontinenz betroffen; ab 60 Jahren sind es rund 23 Prozent. Die meisten sprechen nicht darüber — und viele wissen nicht, wie gut sich das behandeln lässt.
Die Zahl, die das am besten zeigt, betrifft das Training selbst: In vier Studien mit 165 Frauen berichteten 56 Prozent der trainierenden Frauen über Heilung — gegenüber 6 Prozent ohne Behandlung. Für diesen Endpunkt stufen die Autorinnen und Autoren die Aussagesicherheit als hoch ein.
Damit dieses Training gelingt, gibt es Geräte: EMG-Biofeedback, das die Anspannung sichtbar macht, und Elektrostimulation für den Einstieg. Wir versorgen damit auf Kassenrezept — diskret, deutschlandweit, mit persönlicher Einweisung.

Der Ausgangspunkt bleibt das Training
Beckenbodenmuskeltraining ist bei Belastungsinkontinenz die konservative Therapie der ersten Wahl. Die S2k-Leitlinie „Harninkontinenz der Frau“ empfiehlt mit starker Empfehlung, es Patientinnen anzubieten und mindestens drei Monate konsequent fortzuführen.
Wie gut das wirkt, zeigt ein Cochrane-Review von 31 Studien mit 1.817 Frauen. Für den Endpunkt Heilung bei Belastungsinkontinenz liegen darin vier Studien mit 165 Frauen vor: 56 Prozent der trainierenden Frauen berichteten über Heilung — gegenüber 6 Prozent ohne Behandlung. Für diesen Endpunkt stufen die Autorinnen und Autoren die Evidenzsicherheit als hoch ein.
Es gibt allerdings zwei Gründe, warum das Training oft nicht die Wirkung entfaltet, die es entfalten könnte: Viele Menschen spannen unbemerkt die falschen Muskeln an — Bauch, Gesäß, Oberschenkel — und merken es nie. Und drei Monate durchzuhalten, ohne zu sehen, dass sich etwas tut, ist schwer.
Genau an diesen beiden Punkten setzen die Geräte an.
EMG-Biofeedback — sichtbar machen, was man nicht spürt
Ein EMG-Biofeedbackgerät misst die elektrische Aktivität Ihrer Beckenbodenmuskulatur und zeigt sie Ihnen in Echtzeit auf einem Display. Sie sehen, ob Sie die richtige Muskelgruppe ansteuern, wie stark, und wie lange Sie die Spannung halten.
Was das ist: eine Rückmeldung. Eine Orientierungshilfe beim Erlernen der richtigen Bewegung.
Wofür es keinen Ersatz ist: für das Training selbst. Ein Cochrane-Review von 2025 mit 3.483 Frauen hat untersucht, ob Biofeedback zusätzlich zum Beckenbodentraining die Lebensqualität weiter verbessert — und keinen bedeutsamen Unterschied gefunden; die Aussagesicherheit ist für diesen Befund hoch. Für die berichtete Zufriedenheit mit der Behandlung fiel das Ergebnis günstiger aus, dort ist die Aussagesicherheit allerdings deutlich geringer.
Ein Gerät nimmt Ihnen die Übung also nicht ab. Was es kann: sichtbar machen, ob Sie die richtige Muskelgruppe ansteuern.
Unsere Empfehlung ist deshalb einfach: Wenn Sie sicher sind, den richtigen Muskel zu treffen, brauchen Sie vor allem Ausdauer. Wenn Sie da unsicher sind, rufen Sie uns an — das lässt sich am Telefon meistens klären.
Elektrostimulation — wenn die willkürliche Anspannung nicht gelingt
Bei der Elektrostimulation löst ein schwacher Reizstrom die Muskelkontraktion aus. Das hilft dort, wo die bewusste Anspannung anfangs nicht oder kaum möglich ist — der Muskel wird spürbar, bevor er ansteuerbar ist.
Die S2k-Leitlinie „Harninkontinenz der Frau“ hält fest, dass Elektrostimulation über Haut, vaginal oder anal ergänzend zum Beckenbodentraining eingesetzt werden kann. Das ist eine offene Empfehlung („kann“), getragen von über 95 Prozent Konsens in der Leitliniengruppe.
Ein Cochrane-Review aus 56 Studien mit 3.781 Frauen zeigt: Gegenüber keiner aktiven Behandlung ist Elektrostimulation wahrscheinlich überlegen. Ob sie einem Beckenbodentraining ebenbürtig ist oder dessen Wirkung verstärkt, lässt sich aus den vorliegenden Daten nicht beantworten.
Praktisch heißt das: Elektrostimulation ist der Türöffner, nicht der ganze Weg. Wenn Sie den Beckenboden willentlich noch gar nicht ansteuern können, hilft sie Ihnen, ihn überhaupt erst zu spüren. Von dort aus übernehmen Sie selbst.
Der Beckenboden nach Schwangerschaft und Geburt
Schwangerschaft und Geburt beanspruchen den Beckenboden erheblich. Beckenbodentraining ist der Standardweg, ihn wieder aufzubauen — die Leitlinie empfiehlt es ausdrücklich auch für Frauen nach einer Geburt.
Ein Biofeedbackgerät kann in dieser Phase zeigen, ob Sie die richtige Muskelgruppe ansteuern. Ob eine Versorgung in Ihrem Fall infrage kommt, entscheidet Ihre Ärztin oder Ihr Arzt.
Für Kinder — Bettnässen
Etwa 10 Prozent der Siebenjährigen nässen nachts ein; mit zehn Jahren sind es noch rund 5 Prozent. Die Neigung verliert sich bei etwa 15 Prozent der betroffenen Kinder pro Jahr von selbst — aber Warten ist nicht für jede Familie die richtige Antwort.
Ein Weckgerät (umgangssprachlich Klingelhose) reagiert auf die erste Feuchtigkeit und weckt das Kind. In einem Cochrane-Review mit 74 Studien und 5.983 Kindern hatten Kinder unter Alarmtherapie im Mittel 2,68 nasse Nächte pro Woche weniger als Kinder ohne Behandlung. Die Autorinnen und Autoren stufen die Sicherheit dieser Evidenz als niedrig ein.
Ein Befund, der für Eltern relevant ist: Im Vergleich zur medikamentösen Behandlung mit Desmopressin traten unter Alarmtherapie wahrscheinlich weniger unerwünschte Wirkungen auf — dieser Punkt hat eine moderate Evidenzsicherheit.
Weckgeräte sind im Hilfsmittelverzeichnis unter 15.25.18 (Geräte zum Kontinenztraining für Kinder) geführt. Für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren fällt keine Zuzahlung an.

Für Eltern: Bettnässen ist keine Erziehungsfrage und kein Zeichen von Faulheit. Der häufigste Fehler ist, das Kind unter Druck zu setzen. Ein Weckgerät funktioniert nur mit dem Kind, nie gegen es.
Welche Geräte es gibt
| Hilfsmittelnummer | Gerätetyp |
|---|---|
| 09.37.03.0 | Inkontinenztherapiegeräte mit Therapiespeicher |
| 09.37.03.1 | Inkontinenztherapiegeräte mit Therapiespeicher und Biofeedback |
| 15.25.18 | Geräte zum Kontinenztraining für Kinder (Weckgeräte) |
| 15.25.19 | Hilfsmittel zum Training der Beckenbodenmuskulatur |
| 15.25.21 | Intravaginale Kontinenztherapiesysteme |
Welches Gerät passt, hängt von der Form Ihrer Inkontinenz und vom Schweregrad ab. Die S2k-Leitlinie „Hilfsmittelberatung bei Harninkontinenz“ von Februar 2025 empfiehlt ausdrücklich — und beim Schweregrad mit starker Empfehlung —, beides bei der Auswahl zu berücksichtigen. Wir nehmen uns die Zeit dafür.
So kommen Sie zu Ihrem Gerät
Rezept vom Arzt
Sprechen Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt an. Auf der Verordnung müssen die Diagnose, die Bezeichnung des Hilfsmittels und die Anzahl stehen. Wichtig: Die Verordnung verliert 28 Kalendertage nach dem Ausstellungsdatum ihre Gültigkeit, wenn die Versorgung bis dahin nicht begonnen hat (§ 8 Abs. 2 Hilfsmittel-Richtlinie). Die Frist gilt als gewahrt, wenn der Antrag rechtzeitig bei Ihrer Kasse eingeht — deshalb bitten wir um den Upload möglichst am selben Tag.
Rezept hochladen — 60 Sekunden
Fotografieren Sie das Rezept mit dem Handy und laden Sie es auf unserer Website hoch. Alternativ per WhatsApp an 02262 717692. Wir prüfen sofort, ob alles vollständig ist, und melden uns bei Ihnen.
Original per Post — wir schicken Ihnen den Umschlag
Für die Abrechnung mit Ihrer Krankenkasse benötigen wir das Original der Verordnung. Sie erhalten von uns einen frankierten Rückumschlag; Sie müssen ihn nur einwerfen. Der Upload gibt uns die Zeit, bereits alles vorzubereiten.
Wir übernehmen die Kasse
Genehmigung, Rückfragen, Formulare — das machen wir. Nach § 13 Abs. 3a SGB V muss Ihre Krankenkasse innerhalb von drei Wochen entscheiden, oder innerhalb von fünf Wochen, wenn sie den Medizinischen Dienst einschaltet.
Gerät, Einweisung, Begleitung
Sie erhalten das Gerät mit dem passenden Zubehör und eine persönliche Einweisung — telefonisch oder vor Ort. Diese Einweisung ist keine Höflichkeit, sondern nach der Medizinprodukte-Betreiberverordnung unsere Pflicht. Ein Video oder eine Bedienungsanleitung allein genügt dafür nicht.
Diskretion. Wir versenden in neutraler Verpackung ohne Rückschluss auf den Inhalt. Am Telefon melden wir uns mit Namen, nicht mit der Indikation. Wenn Sie eine bestimmte Ansprechperson wünschen, sagen Sie es uns — wir richten das ein.
Was zahle ich?
Für Versicherte ab 18 Jahren fällt eine gesetzliche Zuzahlung an: 10 % des Abgabepreises, mindestens 5 Euro, höchstens 10 Euro — einmalig je Versorgung, nicht monatlich (§ 33 Abs. 8 SGB V in Verbindung mit § 61 SGB V).
Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren sind vollständig befreit. Dafür ist kein Antrag nötig.
Wenn Sie im laufenden Kalenderjahr Ihre Belastungsgrenze erreicht haben (2 % Ihrer jährlichen Bruttoeinnahmen, bei chronisch Kranken in Dauerbehandlung 1 %), entfällt die Zuzahlung — legen Sie uns einfach Ihre Befreiungsbescheinigung vor.
Das Gerät bleibt in der Regel Leihgerät und damit unser Eigentum. Miete zahlen Sie dafür nicht.
Über die Bewilligung entscheidet Ihre Krankenkasse. Wir sagen Ihnen vorab, womit bei Ihrer Kasse zu rechnen ist.
Für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren ist die Versorgung zuzahlungsfrei.
Bei aufsaugenden Hilfsmitteln — also Vorlagen und Inkontinenzhosen — gilt eine andere Regel als bei Geräten: dort 10 % des von der Kasse übernommenen Betrags, höchstens 10 Euro für den gesamten Monatsbedarf.
Wichtige Sicherheitshinweise
Elektrostimulation im Beckenbereich ist nicht für jede Situation geeignet. Manche Punkte schließen die Anwendung aus, andere lassen sich klären. Bitte lesen Sie die folgenden Listen ganz durch — und rufen Sie uns an, wenn Sie unsicher sind.
Wann Sie nicht stimulieren dürfen
- Sie tragen einen Herzschrittmacher, einen Defibrillator oder ein anderes elektronisches Implantat.
- Sie haben Herzrhythmusstörungen oder eine Herzmuskelerkrankung.
- Sie sind schwanger oder möchten gerade schwanger werden — auch wenn eine künstliche Befruchtung geplant ist.
- Bei Ihnen besteht eine Krebserkrankung im Bauch- oder Beckenraum. Auch eine frühere Erkrankung, eine Bestrahlung in den letzten sechs Monaten und ein auffälliger Krebsabstrich sprechen dagegen — das steht so in der britischen Fachleitlinie zur Sicherheit; die Gerätehersteller regeln nur die aktuelle Erkrankung im Anwendungsgebiet.
- Geburt oder Operation im Beckenbereich liegen noch keine zwölf Wochen zurück. Je nach Gerät sind es sechs Wochen — fragen Sie uns nach Ihrem Modell.
- Sie haben eine Epilepsie oder eine andere Anfallserkrankung.
- Sie haben eine Entzündung oder Infektion in der Scheide, am After oder in den Harnwegen — auch eine Blasenentzündung. Warten Sie, bis alles abgeheilt ist.
- Sie haben Fieber oder eine ansteckende Erkrankung.
- Sie haben offene oder frisch operierte Stellen dort, wo die Sonde liegt.
- Sie spüren im Beckenbereich kaum noch etwas.
- Sie haben ausgeprägte Hämorrhoiden (gilt für die Analsonde) oder Krampfadern in der Scheide.
- Sie sind gegen Kunststoff, Gold oder Nickel allergisch — die Sonden enthalten je nach Modell Spuren davon.
- Kinder unter fünf Jahren sowie Menschen mit einer Demenz oder starken Gedächtnisproblemen dürfen die Geräte nicht anwenden. Ein Teil der Hersteller lässt die Anwendung unter ärztlicher Aufsicht zu — fragen Sie uns nach Ihrem Modell.
- Zur Spirale: Hier widersprechen sich die Hersteller offen. Die meisten schließen die Anwendung bei liegender Spirale aus, ein Hersteller erklärt sie ausdrücklich für unbedenklich. Sprechen Sie uns an, bevor Sie beginnen — wir sagen Ihnen, was für Ihr Gerät gilt.
Bitte vorher mit uns oder Ihrer Ärztin sprechen, wenn
- Sie eine Gebärmuttersenkung haben oder ein Pessar, Diaphragma oder eine Portiokappe tragen. Meist geht die Behandlung trotzdem — die Sonde lässt sich unter Umständen nur nicht gut einführen.
- Sie eine Blutgerinnungsstörung, Diabetes oder einen schlecht eingestellten Bluthochdruck haben.
- Sie Narbengewebe im Beckenbereich haben.
- Sie eine belastende Erfahrung mit Gewalt oder Missbrauch gemacht haben. Sagen Sie uns Bescheid — wir finden gemeinsam einen Weg, der sich für Sie sicher anfühlt.
- Sie Ihre Periode haben. Das ist Ihre Entscheidung, nicht unsere.
Im Alltag
- Ihre Sonde gehört nur Ihnen. Geben Sie sie niemals weiter — auch nicht innerhalb der Familie. Reinigen Sie sie nach jeder Anwendung und tauschen Sie sie regelmäßig aus.
- Verwenden Sie kein Gleitgel auf Silikonbasis — der Hersteller rät ausdrücklich davon ab.
- Drehen Sie nicht höher als angenehm. Zu starke Reizung über längere Zeit kann den Muskel schädigen.
- Nutzen Sie das Gerät nicht beim Autofahren und nicht beim Bedienen von Maschinen.
- Reagiert Haut oder Schleimhaut gereizt: sofort aufhören und uns anrufen.
Beim Weckgerät für Kinder
- Geeignet für Kinder ab fünf Jahren.
- Der Sensor darf nie direkt auf der Haut liegen — er gehört immer in oder an die Wäsche.
- Halten Sie das klingelnde Alarmgerät nie näher als zehn Zentimeter ans Ohr. Das kann das Gehör schädigen.
- Kleinteile gehören nicht in Kinderhände — Erstickungsgefahr.
- Nehmen Sie den Sensor nach dem Einnässen sofort heraus.
Verbindlich sind immer die Angaben in der Gebrauchsanweisung Ihres Geräts. Gerade in diesem Bereich unterscheiden sich die Hersteller erheblich — bei der Einweisung gehen wir Ihre Anleitung gemeinsam durch.
Warum ein Versuch naheliegt
Sie legen sich damit nicht fest.
Die Versorgung ist reversibel
Das Gerät bleibt in der Regel Leihgerät. Wenn es Ihnen nicht hilft, geben Sie es zurück.
Ihr Kostenrisiko ist überschaubar
Bei ärztlicher Verordnung ist die Versorgung grundsätzlich verordnungsfähig; für Sie fällt dann die gesetzliche Zuzahlung an — 10 % des Abgabepreises, mindestens 5, höchstens 10 Euro, einmalig je Versorgung. Über die Bewilligung entscheidet Ihre Krankenkasse. Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren sind befreit.
Sie entscheiden nach der Erprobung
Wir melden uns nach vier Wochen und besprechen mit Ihnen, wie es läuft. Wie lange es dauert, bis sich etwas zeigt, ist je nach Verfahren sehr unterschiedlich — bei manchen sind mehrere Monate nötig.
Sie bekommen Begleitung statt eines Pakets
Persönliche Einweisung, eine Nummer, unter der jemand abnimmt, und Unterstützung bei Antrag und Folgeverordnung.
Erprobung heißt bei uns: Sie bekommen das Gerät, wir weisen Sie ein, und wir melden uns nach vier Wochen, um zu hören, ob es für Sie funktioniert. Die Erstversorgung läuft in der Regel über drei Monate. Danach prüft Ihre Arztpraxis den Therapieerfolg und stellt gegebenenfalls eine Folgeverordnung aus. Die genaue Dauer richtet sich nach dem Vertrag Ihrer Krankenkasse.
Warum Jobi
Über 60 Kassenverträge
Sie können frei wählen, bei welchem Vertragspartner Ihrer Krankenkasse Sie Ihre Verordnung einlösen — weder Ihre Ärztin noch Ihre Kasse darf Sie dabei zu einem bestimmten Anbieter lenken (§ 33 Abs. 6 SGB V). Damit wir für Sie abrechnen können, brauchen wir einen Vertrag mit Ihrer Kasse. Wir haben über 60.
Präqualifiziert nach § 126 SGB V
Eine unabhängige, staatlich akkreditierte Prüfstelle hat für jeden Versorgungsbereich geprüft und zertifiziert, dass wir die gesetzlichen Anforderungen an Fachpersonal, Beratung, Räume und Ausstattung erfüllen. Ohne dieses Zertifikat darf ein Anbieter überhaupt keine Hilfsmittel zulasten der gesetzlichen Krankenversicherung abgeben. Unser Zertifikat: NORMEC VQZ, Nummer 5879.
Deutschlandweit, persönlich beraten
Beratung telefonisch oder vor Ort in Wiehl, Versand in ganz Deutschland.
Wir sind kein Callcenter
Sie sprechen mit denselben Menschen, die Ihre Versorgung bearbeiten. Montag bis Freitag, 8 bis 17 Uhr, unter 02262 717692.
Weitere Versorgungsbereiche
Wir versorgen außerdem im Bereich Männergesundheit und mit Muskelstimulation in der Rehabilitation.
Häufige Fragen
Übernimmt die Krankenkasse ein Beckenboden- oder Inkontinenztherapiegerät?
Elektrostimulations- und Biofeedbackgeräte zur Inkontinenztherapie sind im GKV-Hilfsmittelverzeichnis unter der Produktgruppe 09 geführt, Beckenbodentrainer und Weckgeräte für Kinder unter der Produktgruppe 15. Mit einer ärztlichen Verordnung ist die Versorgung über Ihre Krankenkasse grundsätzlich möglich; für Sie fällt dann die gesetzliche Zuzahlung an. Über die Bewilligung entscheidet Ihre Krankenkasse.
Bringt Biofeedback mehr als reines Beckenbodentraining?
Ein Cochrane-Review von 2025 mit 41 Studien und 3.483 Frauen fand für den Zusatz von Biofeedback keinen bedeutsamen Unterschied bei der inkontinenzbezogenen Lebensqualität. Der Nutzen liegt woanders: Biofeedback zeigt Ihnen, ob Sie den richtigen Muskel ansteuern. Für Menschen, die unsicher sind, ob sie überhaupt richtig trainieren, ist das wertvoll.
Ersetzt Elektrostimulation das Beckenbodentraining?
Nein. Die Leitlinie ordnet Elektrostimulation als Ergänzung ein, die eingesetzt werden kann. Sie kann den Einstieg erleichtern, wenn die bewusste Anspannung anfangs nicht gelingt — das aktive Training ersetzt sie nicht.
Wie lange dauert es, bis sich etwas ändert?
Die Leitlinie empfiehlt mindestens drei Monate konsequentes Training — das ist die realistische Größenordnung. Der Aufwand lohnt sich: In den Studien lag die Heilungsrate bei Belastungsinkontinenz nach diesem Zeitraum bei 56 Prozent gegenüber 6 Prozent ohne Behandlung, und im Alltag bedeutete das etwa eine Urinverlust-Episode weniger pro Tag.
Hilft ein Gerät auch bei Stuhlinkontinenz?
Die Studienlage lässt hier keine verlässliche Aussage zu. Zwei Cochrane-Reviews kommen übereinstimmend zu dem Schluss, dass die vorliegenden Daten für eine belastbare Bewertung nicht ausreichen. Wir versorgen auf ärztliche Verordnung — was im Einzelfall sinnvoll ist, entscheidet Ihre Ärztin oder Ihr Arzt.
Hilft ein Weckgerät bei Bettnässen — und ab wann ist Bettnässen behandlungsbedürftig?
Etwa 10 Prozent der Siebenjährigen nässen ein; die Neigung verliert sich bei rund 15 Prozent der Kinder pro Jahr von selbst. Ob und wann eine Behandlung sinnvoll ist, hängt vom Leidensdruck des Kindes ab und gehört in die Hand einer Kinderärztin oder eines Kinderarztes. Ein Weckgerät ist auf Rezept und für Kinder zuzahlungsfrei erhältlich.
Bekommt jemand mit, was ich bestelle?
Nein. Wir versenden in neutraler Verpackung ohne Rückschluss auf den Inhalt.
Fragen? Rufen Sie an.
02262 717692· Montag bis Freitag 8–17 Uhr
Jobi Medizintechnik-Team GmbH · Zeitstr. 7 · 51674 Wiehl
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