JOBI Medizintechnik - Ein Unternehmen von Sanhos

Versorgung auf ärztliche Verordnung

Iontophorese bei übermäßigem Schwitzen — auf Rezept, deutschlandweit

Wenn Hände oder Füße unabhängig von Temperatur und Anstrengung nass sind, ist das keine Frage der Hygiene und keine Nervensache. Es ist eine Erkrankung mit einem Namen: primäre fokale Hyperhidrose. Rund 4,6 Prozent der Menschen in Deutschland sind davon betroffen; etwa die Hälfte von ihnen berichtet über eine deutlich eingeschränkte Lebensqualität und wünscht sich eine Behandlung.

Die Leitungswasser-Iontophorese ist bei übermäßigem Schwitzen an Händen und Füßen eine etablierte Behandlung: Die S1-Leitlinie der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft von 2023 nennt sie als Therapieoption der zweiten Stufe — nach den Antitranspiranzien. In einer randomisierten, scheinbehandlungskontrollierten Studie mit 29 Teilnehmenden besserte sich der Schweregrad bei 79 Prozent der Behandelten, gegenüber 31 Prozent unter Scheinbehandlung.

Anders als die weiteren Therapiestufen ist sie ein Hilfsmittel nach § 33 SGB V und damit bei ärztlicher Verordnung grundsätzlich verordnungsfähig; über die Bewilligung entscheidet Ihre Krankenkasse. Sie führen die Behandlung zu Hause selbst durch, in Ihrem eigenen Rhythmus.

Nahaufnahme zweier feuchter Handflächen vor unscharfem Hintergrund
Symbolbild

Was die Iontophorese ist

Bei der Leitungswasser-Iontophorese tauchen Sie Hände oder Füße in flache Wannen mit normalem Leitungswasser. Ein schwacher Gleichstrom fließt durch das Wasser und die Haut. Für die Achseln gibt es Elektroden mit Schwammtaschen.

Eine Anwendung dauert 20 bis 30 Minuten. Am Anfang wird mehrmals pro Woche behandelt; wenn die Wirkung eintritt, lässt sich die Anwendung auf ein- bis zweimal wöchentlich reduzieren.

Zu einer Schale geformte Hände, die Wasser halten
Symbolbild

Wie es wirkt

Der Strom bremst die Schweißdrüse vorübergehend aus. Wie genau, wird in der Forschung noch diskutiert — die Erklärungsmodelle reichen von einer Absenkung des pH-Werts im Ausführungsgang bis zu einer Störung des Ionentransports, der für die Schweißabgabe nötig ist.

Für Sie im Alltag ist entscheidend, was messbar ist: Die Schweißproduktion geht deutlich zurück, und der Effekt ist umkehrbar. Das heißt auch: Die Iontophorese muss dauerhaft angewendet werden, um zu wirken. Sie beseitigt die Veranlagung nicht — aber sie hält die Beschwerden in Schach, solange Sie sie anwenden.

Was die Studien zeigen

In einer randomisierten, scheinbehandlungskontrollierten Studie mit 29 Teilnehmenden besserte sich der Schweregrad bei palmarer Hyperhidrose bereits nach zwei Wochen Behandlung bei 79 % der Behandelten — gegenüber 31 % in der Scheinbehandlungsgruppe. Die gemessene Schweißreduktion lag bei 92 % gegenüber 39 %.

Von den Behandelten, die vier Wochen nach Behandlungsende noch nachuntersucht wurden, hielt die Besserung bei fünf von sieben an. Diese Teilgruppe ist klein — belastbar ist daraus nur, dass die Wirkung nicht sofort verschwindet.

Übersichtsarbeiten geben die Wirksamkeit übereinstimmend mit etwa 80 Prozent an. Die Studien sind allerdings klein — die zitierte Untersuchung schloss 29 Personen ein, einen großen Multicenter-Vergleich gibt es bisher nicht. Wir nennen die Zahlen trotzdem mit Studiengröße, weil Sie einschätzen können sollen, worauf sie beruhen.

Wo die Iontophorese in der Behandlung steht

Die aktuelle S1-Leitlinie „Definition und Therapie der primären Hyperhidrose“ der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft (AWMF 013-059, Stand Februar 2023) nennt die Leitungswasser-Iontophorese als Therapieoption der zweiten Stufe bei Hyperhidrose an Händen und Füßen — nach den örtlich aufgetragenen Antitranspiranzien und vor Botulinumtoxin. Die Leitlinie hält fest, dass sie als Dauertherapie angewendet werden muss, um wirksam zu bleiben.

Für die Achselhöhlen ist die Anwendung aufwendiger und weniger gut durch Studien belegt; dort steht sie nicht als eigene Stufe in der Therapiekaskade.

Stufe (Hände / Füße)VerfahrenKostenträger
1Antitranspiranzien mit Aluminiumchloridin der Regel Selbstzahler
2Leitungswasser-IontophoreseHilfsmittel nach § 33 SGB V — bei ärztlicher Verordnung grundsätzlich verordnungsfähig
3Botulinumtoxin Aüberwiegend Selbstzahler
4Anticholinergika (Tabletten)Off-Label, Einzelfall
5Operativer Eingriff am Sympathikusstationär, Einzelfallentscheidung

Die Leitlinie ordnet diese Reihenfolge als Orientierung für den klinischen Alltag ein; sie kann im Einzelfall ärztlich angepasst werden.

Konstanter oder gepulster Gleichstrom

Das GKV-Hilfsmittelverzeichnis unterscheidet drei Gerätearten:

  • 09.30.01.0 — Leitungswasser-Iontophoresegeräte, konstanter Strom
  • 09.30.01.1 — Leitungswasser-Iontophoresegeräte, gepulster Strom
  • 09.30.01.2 — Geräte mit gepulstem und konstantem Strom

Gepulster Gleichstrom wird von vielen Anwenderinnen und Anwendern als angenehmer empfunden, besonders bei empfindlicher Haut. Welche Variante für Sie geeignet ist, klären wir in der Beratung.

Wichtig: Gepulster Strom ist keine Alternative, wenn ein Metallimplantat im Stromweg liegt. Ob der Strom gepulst oder konstant ist, ändert daran nichts — entscheidend ist allein, ob das Implantat zwischen den beiden Wannen liegt.

So kommen Sie zu Ihrem Gerät

  1. Rezept vom Arzt

    Sprechen Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt an. Auf der Verordnung müssen die Diagnose, die Bezeichnung des Hilfsmittels und die Anzahl stehen. Wichtig: Die Verordnung verliert 28 Kalendertage nach dem Ausstellungsdatum ihre Gültigkeit, wenn die Versorgung bis dahin nicht begonnen hat (§ 8 Abs. 2 Hilfsmittel-Richtlinie). Die Frist gilt als gewahrt, wenn der Antrag rechtzeitig bei Ihrer Kasse eingeht — deshalb bitten wir um den Upload möglichst am selben Tag.

  2. Rezept hochladen — 60 Sekunden

    Fotografieren Sie das Rezept mit dem Handy und laden Sie es auf unserer Website hoch. Alternativ per WhatsApp an 02262 717692. Wir prüfen sofort, ob alles vollständig ist, und melden uns bei Ihnen.

  3. Original per Post — wir schicken Ihnen den Umschlag

    Für die Abrechnung mit Ihrer Krankenkasse benötigen wir das Original der Verordnung. Sie erhalten von uns einen frankierten Rückumschlag; Sie müssen ihn nur einwerfen. Der Upload gibt uns die Zeit, bereits alles vorzubereiten.

  4. Wir übernehmen die Kasse

    Genehmigung, Rückfragen, Formulare — das machen wir. Nach § 13 Abs. 3a SGB V muss Ihre Krankenkasse innerhalb von drei Wochen entscheiden, oder innerhalb von fünf Wochen, wenn sie den Medizinischen Dienst einschaltet.

  5. Gerät, Einweisung, Begleitung

    Sie erhalten das Gerät mit dem passenden Zubehör und eine persönliche Einweisung — telefonisch oder vor Ort. Diese Einweisung ist keine Höflichkeit, sondern nach der Medizinprodukte-Betreiberverordnung unsere Pflicht. Ein Video oder eine Bedienungsanleitung allein genügt dafür nicht.

Die Diagnose stellt in der Regel eine Hautärztin oder ein Hautarzt. Viele Krankenkassen möchten vor der Bewilligung wissen, dass örtlich aufgetragene Antitranspiranzien nicht ausreichend geholfen haben, und einige verlangen einen ärztlichen Wirksamkeitsnachweis nach einer Testphase von etwa zehn Anwendungen. Wir sagen Ihnen vorab, was Ihre Kasse üblicherweise verlangt — rufen Sie uns einfach an.

Was zahle ich?

Für Versicherte ab 18 Jahren fällt eine gesetzliche Zuzahlung an: 10 % des Abgabepreises, mindestens 5 Euro, höchstens 10 Euro — einmalig je Versorgung, nicht monatlich (§ 33 Abs. 8 SGB V in Verbindung mit § 61 SGB V).

Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren sind vollständig befreit. Dafür ist kein Antrag nötig.

Wenn Sie im laufenden Kalenderjahr Ihre Belastungsgrenze erreicht haben (2 % Ihrer jährlichen Bruttoeinnahmen, bei chronisch Kranken in Dauerbehandlung 1 %), entfällt die Zuzahlung — legen Sie uns einfach Ihre Befreiungsbescheinigung vor.

Das Gerät bleibt in der Regel Leihgerät und damit unser Eigentum. Miete zahlen Sie dafür nicht.

Über die Bewilligung entscheidet Ihre Krankenkasse. Wir sagen Ihnen vorab, womit bei Ihrer Kasse zu rechnen ist.

Elektroden und Schwammapplikatoren sind Hygieneartikel und werden separat abgerechnet. Wir sagen Ihnen vorher, was auf Sie zukommt.

Wichtige Sicherheitshinweise

Die Leitungswasser-Iontophorese gilt als sicheres Verfahren. In der oben genannten Studie trat bei 14 Behandelten eine einzige leichte Hautrötung auf, die von selbst wieder abklang. Es gibt aber Situationen, in denen das Verfahren nicht angewendet werden darf — und ein paar Handgriffe, die Sie kennen sollten.

Wann Sie nicht behandeln dürfen

  • Sie tragen einen Herzschrittmacher oder einen implantierten Defibrillator.
  • Sie haben Herzrhythmusstörungen.
  • Sie sind schwanger oder stillen.
  • Sie tragen eine Verhütungsspirale, die Metall enthält. Das ist vor allem bei der Behandlung der Füße wichtig — dann läuft der Strom durch den Unterleib.
  • Sie haben ein Metallimplantat genau dort, wo der Strom fließt — also zwischen den beiden Wannen. Ein künstliches Hüftgelenk stört bei einer Handbehandlung nicht, weil der Strom dort gar nicht hinkommt. Im Zweifel fragen Sie uns.
  • Sie haben große Wunden oder offene Hautstellen, die sich nicht abdecken lassen.
  • Sie spüren an Händen oder Füßen kaum noch etwas — etwa bei einer Nervenschädigung durch Diabetes. Dann merken Sie nicht rechtzeitig, wenn der Strom zu stark wird. Bei einer Polyneuropathie ist die Iontophorese in den Gebrauchsanweisungen ausdrücklich ausgeschlossen.

Bitte vorher mit uns sprechen, wenn

  • Sie eine Epilepsie haben. Nicht alle Hersteller führen sie auf — welches Gerät für Sie in Frage kommt, klären wir vorab.
  • die Versorgung für ein Kind gedacht ist. Die Hersteller machen sehr unterschiedliche Angaben: je nach Gerät ab 4, ab 6 oder ab 12 Jahren. Sagen Sie uns, für wen die Versorgung ist, dann suchen wir das passende Gerät aus.
  • Sie unsicher sind, ob ein Implantat im Stromweg liegt.

Was Sie wissen sollten, bevor Sie loslegen

  • Kleine Risse, Kratzer, Schnitte oder Ekzeme sind kein Hinderungsgrund. Decken Sie sie vor der Behandlung dick mit Vaseline oder einer Fettsalbe ab — dann fließt der Strom dort nicht hindurch. Das ist keine Notlösung, sondern steht so in den Gebrauchsanweisungen aller drei ausgewerteten Hersteller.
  • Legen Sie Schmuck ab: Ringe, Armbänder, Fußkettchen. An Metall kann es sonst zu kleinen Verbrennungen kommen.
  • Berühren Sie die Elektroden nie direkt. Sie müssen immer mit den Handtüchern abgedeckt sein.
  • Schalten Sie das Gerät nicht ein oder aus, während Hände oder Füße schon im Wasser liegen. Die Reihenfolge beim Ein- und Ausschalten ist geräteabhängig — sie steht in Ihrer Anleitung. Bei den meisten Geräten gilt: erst einschalten, dann eintauchen, und vor dem Herausnehmen die Stärke auf null zurückdrehen. Bei anderen Geräten dürfen Sie nur schalten, wenn gar keine Elektroden angelegt sind. Sonst kann es einen unangenehmen Schlag geben. Wir markieren Ihnen die richtige Reihenfolge bei der Einweisung.
  • Nie am Kopf, am Hals oder am Brustkorb behandeln. Halten Sie außerdem Abstand zu Kurzwellen- und Mikrowellengeräten und verwenden Sie immer nur ein Gerät gleichzeitig.
  • Wenn eine Stelle während der Anwendung schmerzt: abbrechen und die Stelle mit Vaseline abdecken.

Womit Sie rechnen müssen: Kribbeln oder Missempfindungen während der Anwendung, vorübergehende Hautrötung, trockene Haut, in selteneren Fällen kleine Bläschen. Meist genügt es, Intensität oder Häufigkeit zu reduzieren und die Haut rückfettend zu pflegen.

Verbindlich sind immer die Angaben in der Gebrauchsanweisung Ihres Geräts. Die Hersteller unterscheiden sich in einigen Punkten deutlich voneinander — bei der Einweisung gehen wir Ihre Anleitung gemeinsam durch.

Warum ein Versuch naheliegt

Sie legen sich damit nicht fest.

Die Versorgung ist reversibel

Das Gerät bleibt in der Regel Leihgerät. Wenn es Ihnen nicht hilft, geben Sie es zurück.

Ihr Kostenrisiko ist überschaubar

Bei ärztlicher Verordnung ist die Versorgung grundsätzlich verordnungsfähig; für Sie fällt dann die gesetzliche Zuzahlung an — 10 % des Abgabepreises, mindestens 5, höchstens 10 Euro, einmalig je Versorgung. Über die Bewilligung entscheidet Ihre Krankenkasse. Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren sind befreit.

Sie entscheiden nach der Erprobung

Wir melden uns nach vier Wochen und besprechen mit Ihnen, wie es läuft. Wie lange es dauert, bis sich etwas zeigt, ist je nach Verfahren sehr unterschiedlich — bei manchen sind mehrere Monate nötig.

Sie bekommen Begleitung statt eines Pakets

Persönliche Einweisung, eine Nummer, unter der jemand abnimmt, und Unterstützung bei Antrag und Folgeverordnung.

Erprobung heißt bei uns: Sie bekommen das Gerät, wir weisen Sie ein, und wir melden uns nach vier Wochen, um zu hören, ob es für Sie funktioniert. Die Erstversorgung läuft in der Regel über drei Monate. Danach prüft Ihre Arztpraxis den Therapieerfolg und stellt gegebenenfalls eine Folgeverordnung aus. Die genaue Dauer richtet sich nach dem Vertrag Ihrer Krankenkasse.

Warum Jobi

Über 60 Kassenverträge

Sie können frei wählen, bei welchem Vertragspartner Ihrer Krankenkasse Sie Ihre Verordnung einlösen — weder Ihre Ärztin noch Ihre Kasse darf Sie dabei zu einem bestimmten Anbieter lenken (§ 33 Abs. 6 SGB V). Damit wir für Sie abrechnen können, brauchen wir einen Vertrag mit Ihrer Kasse. Wir haben über 60.

Präqualifiziert nach § 126 SGB V

Eine unabhängige, staatlich akkreditierte Prüfstelle hat für jeden Versorgungsbereich geprüft und zertifiziert, dass wir die gesetzlichen Anforderungen an Fachpersonal, Beratung, Räume und Ausstattung erfüllen. Ohne dieses Zertifikat darf ein Anbieter überhaupt keine Hilfsmittel zulasten der gesetzlichen Krankenversicherung abgeben. Unser Zertifikat: NORMEC VQZ, Nummer 5879.

Deutschlandweit, persönlich beraten

Beratung telefonisch oder vor Ort in Wiehl, Versand in ganz Deutschland.

Wir sind kein Callcenter

Sie sprechen mit denselben Menschen, die Ihre Versorgung bearbeiten. Montag bis Freitag, 8 bis 17 Uhr, unter 02262 717692.

Weitere Versorgungsbereiche

Wir versorgen außerdem bei Nervenschmerzen und Polyneuropathie und mit TENS-Geräten zur Schmerztherapie.

Häufige Fragen

Übernimmt meine Krankenkasse die Kosten?

Leitungswasser-Iontophoresegeräte sind im Hilfsmittelverzeichnis der gesetzlichen Krankenversicherung unter der Produktgruppe 09.30.01 gelistet. Mit einer ärztlichen Verordnung und einer entsprechenden Diagnose ist die Versorgung über Ihre Krankenkasse grundsätzlich möglich; für Sie fällt dann die gesetzliche Zuzahlung an. Über die Bewilligung entscheidet Ihre Krankenkasse.

Wie schnell wirkt die Behandlung?

In Studien zeigte sich eine Besserung teils schon nach zwei Wochen, in Übersichtsarbeiten wird meist von drei bis vier Wochen ausgegangen. Entscheidend ist Regelmäßigkeit in der Anfangsphase.

Muss ich das dauerhaft machen?

Ja. Die Wirkung hält nach dem Absetzen typischerweise vier bis zwölf Wochen an und lässt dann nach. Deshalb wird die Behandlung als Erhaltungstherapie in ein- bis mehrwöchigen Abständen fortgeführt. Das Verfahren lindert, solange es angewendet wird — es beseitigt die Veranlagung nicht.

Wann darf Iontophorese nicht angewendet werden?

Nicht angewendet werden darf sie bei implantiertem Herzschrittmacher oder Defibrillator, bei Herzrhythmusstörungen, in Schwangerschaft und Stillzeit, bei metallhaltiger Spirale, bei Metallimplantaten im Bereich des Stromflusses zwischen den Elektroden, bei großen Wunden sowie bei eingeschränktem Empfinden an Händen oder Füßen, etwa im Rahmen einer Polyneuropathie. Ein Teil der Hersteller schließt zusätzlich Epilepsie aus. Kleine Hautverletzungen sind kein Hinderungsgrund: Sie werden vor der Behandlung mit Vaseline abgedeckt. Verbindlich sind die Angaben in der Gebrauchsanweisung des Geräts.

Ich habe einen kleinen Schnitt am Finger — geht die Behandlung trotzdem?

Ja. Kleine Risse, Kratzer und Ekzeme decken Sie vor der Behandlung dick mit Vaseline oder einer Fettsalbe ab, dann fließt der Strom dort nicht hindurch. So sehen es die Gebrauchsanweisungen aller drei ausgewerteten Hersteller vor. Nur große Wunden, die sich nicht abdecken lassen, schließen die Behandlung aus.

Ich habe eine Hüftprothese — darf ich das Gerät benutzen?

Bei einer Behandlung der Hände in aller Regel ja: Metallimplantate sind nur dann eine Gegenanzeige, wenn sie im Bereich des Stromflusses zwischen den beiden Wannen liegen. Bei einer Fußbehandlung sieht das anders aus. Rufen Sie uns an, dann klären wir das für Ihren Fall.

Tut das weh?

Sie spüren ein Kribbeln. Die Stromstärke wird individuell so eingestellt, dass es deutlich spürbar, aber nicht unangenehm ist. Geräte mit gepulstem Gleichstrom empfinden viele als sanfter.

Wie lange bekomme ich das Gerät?

Die Erstversorgung läuft in der Regel über drei Monate. Danach prüft Ihre Ärztin oder Ihr Arzt den Therapieerfolg und stellt gegebenenfalls eine Folgeverordnung aus, mit der die Versorgung nahtlos weitergeht. Die genaue Dauer richtet sich nach dem Vertrag Ihrer Krankenkasse.

Hilft das auch unter den Achseln?

Grundsätzlich ja, mit speziellen Elektroden. Die Anwendung ist dort aufwendiger, und die Studienlage ist schwächer als für Hände und Füße. Sprechen Sie das mit Ihrer Hautärztin oder Ihrem Hautarzt ab.

Ich habe schon ein Gerät gekauft — zahlt die Kasse das nachträglich?

In aller Regel nicht. Die gesetzliche Krankenversicherung erstattet selbst beschaffte Hilfsmittel nur in engen Ausnahmefällen. Der reguläre Weg führt über die ärztliche Verordnung und einen Vertragspartner Ihrer Kasse — vor dem Kauf.

Fragen? Rufen Sie an.

02262 717692· Montag bis Freitag 8–17 Uhr

info@jobi.med

Jobi Medizintechnik-Team GmbH · Zeitstr. 7 · 51674 Wiehl

Zuletzt geprüft am . Diese Seite ersetzt keine ärztliche Beratung. Ob ein Verfahren für Sie geeignet ist, entscheidet Ihre Ärztin oder Ihr Arzt; verbindlich sind die Angaben in der Gebrauchsanweisung Ihres Geräts.

Wir respektieren Ihre Privatsphäre

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